17 Stunden and counting

Alleine wegfliegen hat viele Vorteile. Zum Beispiel, nicht dauernd reden zu müssen. Oder das Anschweigen blöd zu finden. Andererseits hat es auch Nachteile, so konnte ich heute Morgen mit niemandem meine Freude darüber teilen, dass ich durch die Magie der Physik in die Lüfte gehoben wurde. Irgendwie wars ja dann auch unpassend, zu meiner thailändischen Sitznachbarin zu sagen: „We are on a plane! In a few minutes we will FLY!!“ und dabei verrückt zu grinsen. Kurz nach dem Start hat sich außerdem herausgestellt, dass es doppelt unpassend gewesen wäre. Die besagte Sitznachbarin hatte nämlich auch noch Flugangst.

Flug zwei (der von Amsterdam nach SF) dauerte dann länger, konnte aber auch mit sehr viel mehr Gespräch aufwarten. Ich hatte die Ehre, in der Babyreihe zu sitzen. Ich saß neben einem netten Vater, der mit seinem 9 Monate alten Sohn auf dem Weg zu dessen Mutter war – und irgendwie etwas hilflos wirkte. Unsere Unterhaltung drehte sich daher hauptsächlich darum, ob ich denn bitte kurz aufstehen/ihm seinen Rucksack reichen/die Stewardess rufen könnte und danke, dass ich die Sachen aufhebe und den Kleinen ablenke, solange der Vater mit Breirühren beschäftigt ist. Geschlafen hab ich nicht viel. Ist aber eh völlig überbewertet. Essen gabs übrigens genug @Mama!

Am Anfang dieses Morgens habe ich meine Aufregung darüber, dass ich jetzt bald ganz weit weg sein werde, noch mit der von mir (sicher bald) patentierten optimistischen Gleichgültigkeit abgewehrt. Bei der Ankunft in San Francisco war ich aber mittlerweile schon so müde, dass mir eigentlich eh alles egal ist. Der Shuttlebus zur JuHe hat $ 20 gekostet (inkl. Trinkgeld), aber das hat sich eh ausgezahlt – kleine Sightseeingtour inklusive. Die ersten Eindrücke sind nicht so berauschend – sieht alles irgendwie ein wenig durch die Sonne vergilbt aus.

South San Francisco hat mich aber mit einem tollen Schriftzug auf einem Hügel beeindruckt: „South San Francisco – The Industrial City“. Ich hätte bitte gerne, dass Linz sich da ein Beispiel nimmt und auf einen Hügel in großen weißen (oder andersfarbig, bei Schnee ja sonst blöd zu lesen) Buchstaben schreibt: „Linz – Die Stahlstadt!“ Wobei Linz das vermutlich eh schon gemacht hat. So gelesen auch wieder cool. Jedenfalls wollte ich schon auf dem Weg zur JuHe stattdessen im Economy Inn in der Industrial City einkehren. War mir dann aber doch zu viel Industrie.

Die JuHe ist relativ nah an der Innenstadt gelegen, und die gefällt mir soweit ganz gut. Die haben hier Palmen rumstehen! Palmen!! Echte!!! Wie in Almost Famous. Sonst wirkt die JuHe ganz gemütlich, ich wurde nett empfangen und habe schon mein Zimmer bezogen. Aus Letargiegründen (ich bin um halb 4 Uhr zu Hause Zeit aufgestanden – jetzt ist es halb 1 Uhr morgens zu Hause und mein Tag hier dauert zumindest noch 7 Stunden… ich finde, das Letargischsein hab ich mir verdient) gibt’s jetzt nur mal ein Foto vom JuHe-Zimmer.

 

Green Tortoise Zimmer

Green Tortoise Zimmer

 

 

Den Rest des Nachmittags werd ich mit Internet verbinden (W-Lan klappt im Zimmer irgendwie nicht) und dann draußen in der Stadt Essen suchen verbringen. Wasser wär auch toll.

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Einmal noch schlafen…

Lang ist es nicht mehr bis zum Abflug. Fast alles ist gepackt, alle To Dos soweit erfüllt und alles elektronische ist aufgeladen. Dann kannst also losgehen!

 

gepackter Koffer

gepackter Koffer

Der Koffer wirkt irgendwie sehr leer. Vielleicht wirds durch den Laptop ja dann noch voller. Passt allerdings dann auch mehr an dort gekauftem Zeug rein 🙂

 

Zeug im Rucksack

Zeug im Rucksack

Rucksack (aka Handgepäck) ist auch schon befüllt. Mit dabei sind: Spielzeuggeld, analoges Notizbuch (mit Monster drauf!), Taschentücher und Flugnotfallset (danke Valli!), i-Pod, Schlüssel, Buch und Fotoapparat (danke Nele!), Pass, kleiner Moleskin San Francisco Führer (danke Georg!), Handy, Uhr (mit SF Ortszeit), neues Missy Magazin, Flugticket (danke ich selber!) und natürlich immer dabei: die Kuscheldecke (danke, danke Anna!).

PS: Wer eine Postkarte möchte, bitte mir die Adresse schicken!

To Dos gegen Langeweile

Damit mir während meines Woanders-Seins nicht fad wird, hier mal die Liste an Dingen, die ich gerne erledigen/besichtigen würde:

  • Golden Gate Bridge
  • Golden Gate Park
  • Alcatraz
  • Lombard Street
  • Pier 39
  • Alamo Square
  • Bay Cruise
  • Chinatown
  • Berkeley
  • Gewand einkaufen
  • Schuhe einkaufen
  • Jeans kaufen (ich in Jeans?? na mal schauen…)
  • Ghirardelli Fair
  • I dream of Cake
  • Footballspiel ansehen
  • Shakespeare im Park
  • Bücher shoppen
  • Amerikanisch Frühstücken
  • Cafe Gratitude, Alive!
  • Fotos von einem riesigen Supermarkt für Anna machen
  • Rainbow Grocery

Falls jemand noch was ergänzen möchte – noch reicht die Liste ja nicht für alle 3 Wochen 😉

5 days to go

Weil ich heute zu zaach bin, müssen die Reisevorbereitungen mal ruhen. Stattdessen gibts einen Familiennachmittag, Sushi und irgendwo ist sicher auch noch Kuchen (davon hatte ich in den letzten Tagen ja eh noch nicht genug…).

Bleibt Zeit, zu überlegen, was eigentlich noch zu tun ist:

  • Eine Liste erstellen, was ich alles anschauen möchte
  • Herausfinden, wie ich vom Flughafen zum Hostel komme
  • Alle Leute treffen, die sich noch treffen wollen
  • Visa-Karte beantragen (jaja, ich weiß, knapp!)
  • Packen

Ich hoffe, das wars. Aber das ist vermutlich wie immer beim Wegfahren – Zahnbürsten kann mensch ja auch vor Ort kaufen.